Sydney: Teil 2

Unser Freitagmorgen begann recht langsam – wir waren alle irgendwie so gefesselt von dem Puzzle, dass wir es kaum aus dem Haus schafften 🙂 Irgendwann haben wir uns dann doch aufgerafft und fuhren mit dem Bus zum Circular Quay und gingen ins Customs House. Hier kann man durch den Glasfußboden auf ein Modell von Sydney schauen. Wir sind dann in den historischen Stadtteil The Rocks gegangen, wo wir uns das Discovery Museum ansahen. Das war echt interessant!

Am Samstag sind wir recht früh schon in den Bus gestiegen, da die Wettervorhersage 38 °C prophezeite und da will man nicht durch die Stadt laufen. So waren wir bereits um 8:15 Uhr in der Stadt und schlenderten über die Sydney Harbour Bridge, von welcher wir eine tolle Sicht auf den Hafen und das Opera House hatten.

Sydney Opera House

Es wurde dann schon ziemlich heiß und es wurde dann auch mal Zeit für eine Pause. Außerdem hatten wir uns unser Frühstück bei Pancakes on the Rocks nun auch verdient!

Frühstück im „Pancakes on the Rocks“

Nach dem Frühstück schlenderten wir am Hafen entlang, durch Barangaroo rüber zum Darling Harbour. Von dort aus nahmen wir eine Fähre zurück zum Circular Quay. Es war so ein toller Tag! Marcel und ich haben viel über Sydney und Australien gelernt und es war super, dass wir sozusagen unsere „persönlichen Reiseführer“ bei uns hatten.

Taronga Zoo

Durch das Gewitter am Samstagabend, hatte es ziemlich abgekühlt und somit war es der perfekte Tag für einen Zoobesuch. Als wir morgens in den Tag starteten, regnete es ein bisschen. Typisches Gummersbacher-Wetter mit Nieselregen, so dass Marcel und ich nicht mal mit der Wimper zuckten. Es war aber schon witzig, denn Paul hatte uns am Vortag noch erzählt, dass Australier es einfach nicht so mit Regen haben. Wenn da ein paar Tropfen runter kommen, bleiben sie wohl gleich zu Hause 😀 Es brauchte aber nicht viel Überzeugung und es machte ihnen dann auch nicht viel aus.

Lee und ich sind morgens noch kurz zum Supermarkt gegangen (die haben hier täglich geöffnet) und haben dann ein paar Brötchen für unseren Tagesausflug vorbereitet. Unser erstes Ziel war die Seehund-Show wo wir in der „Splash Zone“ saßen (wo man also auch gut nass werden kann). Lustigerweise wollten Marcel und ich lieber weiter hinten sitzen (soviel zu: Gummersbacher Regen und so). Paul hat uns dann schnell überzeugt, als er sagte: „Seid Australier! Kommt runter hier!“ 😀 Die Show war echt super und wir haben ne Menge über Seehunde gelernt und wie sie trainiert werden.

Die Zoowärter haben auch über die Auswirkungen alltäglicher Entscheidungen auf die Umwelt gesprochen und ermutigten das Publikum, zertifizierte Produkte zu kaufen (z. B., MSC zertifiziertes nachhaltige Meeresfrüchte). Ich fand gut, dass der Zoo auch konsistent war mit dem, was sie ihren Besuchern anboten, zum Beispiel, dass der Kaffee auch fair trade war.

Als wir die Show verließen, gingen wir direkt zu den Elefanten, wo eine Zoowärterin gerade ihren Vortrag hielt. Wir haben das Ende noch angehört und gingen dann zu den Gorillas. Erst war niemand zu sehen und wir wollten schon weiter gehen, aber da sah ich, wie eine Zoowärterin von oben Futter ins Gehege warf. Und kurz darauf kamen auch schon die Gorillas…

Wir haben uns dann den Bereich der australischen Tiere angesehen und dann war es Zeit für die Vogel-Show. Ehrlich gesagt lassen Marcel und ich in Zoos meist das Vogelgehege ausfallen. Leanna hatte die Show allerdings schon mal gesehen und fand die ganz gut. War es auch wirklich… Es gab keine Netze über unseren Köpfen, was mich überrascht hat. Die Eulen flogen ziemlich nah über unseren Köpfen hinweg und es war lustig das „Aaaaah“ und „Oooooh“ um uns herum zu hören. Das kann man auch im kurzen Video gut hören, wo ein Geier von hinten über uns flog. Ich war überrascht, wie groß es war.

Nach der Vogel-Show sind wir wieder zurück in den Australien-Bereich, wo wir recht aktive Koalas sahen (sie schlafen an die 20 Stunden am Tag). Rocky und Skippy haben hier auch ihre Familie getroffen 😀

Rocky mit einem entfernten Cousin
Skippy und einige Familienmitglieder

Wir lernten, dass einige Kängurus (nämlich Baumkängurus) in Bäumen klettern und sahen Felskängurus (eigentlich rock-wallaby), von denen wir noch nie gehört hatten. Es war ein großartiger Tag, der abgerundet wurde von einem leckeren Essen beim Thailänder in der Nähe von Leannas Wohnung, dem Packen unserer Rucksäcke, und einer weiteren Runde Puzzeln.

Die besten Gastgeber

Wir hatten so eine tolle Zeit mit Familie Woods. Wir können uns nicht vorstellen, wie man das noch hätte toppen können und wir haben jede Sekunde genossen. Von der Autotour, über den Spaziergang durch die Stadt und über die Brücke, zu dem leckeren Thai Essen um die Ecke; das australische Spiel „Kinder wissen es besser“ (bei dem wir alle ne Menge gelernt haben), den vielen tollen Gesprächen, und ja – süchtig werden nach puzzeln. Wer hätte gedacht, dass das so viel Spaß machen kann?

Mit einem fast Siebenjährigen ein Brettspiel zu spielen kann auch echt lustig sein. Als wir gerade das „Kinder wissen es besser“ spielen wollten und es darum ging, wer welche Farbe hat, sagte der Dalai Hugo zu Marcel (der kein Bayern-Rot haben wollte):

It doesn’t matter which color you have; it’s about you being smart.

(Es spielt keine Rolle, welche Farbe du hast; es geht darum, dass du klug bist.)

Unsere Spiele waren nicht wirklich ein Wettstreit (wir waren nett zueinander) und Leanna sagte zu Hugo, dass es nicht darum geht, wer gewinnt oder verliert, sondern darum wie man das Spiel spielt. Hugo widersprach:

NO! It’s about having fun.

(NEIN! Es geht darum, Spaß zu haben.)

Und ja, Spaß hatten wir wirklich 🙂

Liebe Leanna, lieber Paul und Hugo: Tausend Dank, dass ihr uns in euer Zuhause eingeladen habt; dass ihr euch so viel Zeit genommen habt, uns eure schöne Stadt zu zeigen, uns mit organisatorischen Dingen geholfen habt, und – meine Güte – wir konnten sogar unsere Wäsche bei euch waschen! Vielen, vielen Dank für alles! Wir freuen uns, Euch im März wieder zu sehen!

New South Wales, Rocky, Skippy, Sydney, Taronga Zoo
Sydney: Teil 1
Willkommen in Tasmanien

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