Über den “Vergessene Welt” Highway zum Thermalen Wunderland

Das Wetter in Stratford war echt nicht so doll – es regnete in Strömen. Aber wir wollen uns mal nicht beschweren. In Deutschland scheint es ja nicht besser zu sein und in Neuseeland ist ja schließlich auch Herbst. Nach Stratford wollten wir zum Lake Taupo fahren und anschließend das thermale Wunderland Wai-O-Tapu besuchen.

Forgotten World Highway

Nachdem wir in Stratford unsere Vorräte wieder aufgefüllt hatten, fuhren wir über die State Highway 43, genannt Forgotten World Highway.

Der Forgotten World Highway ist 149 km und läuft von Stratford in Taranaik zu Taumarunui in King Country. Es ist eine Kulturerbe-Straße und der Name kommt laut Wikipedia daher, dass sie recht abgelegen ist und durch fast unberührte Natur geht. 

Dem Highway folgend, blieben wir zwischendurch eine Nacht im Te Wera Valley Lodge. Dort war es echt richtig schön mit sauberen Anlagen, heißen Duschen, freiem Internet und das alles für etwas über 13 € die Nacht.

Die kleinen Hütten hatten niedliche Namen wie Kiwi oder Kakapo.

Kakapo?? Da kamen mir natürlich gleich die Minions in den Kopf:

https://www.youtube.com/watch?v=I70a_iUzYj0

Aber wie ich dann lernte, ist Kakapo der Name eines Vogels. Der Name stammt aus der Māori-Sprache und bedeutet Nacht-Papagei (“pō” bedeutete Nacht und “kākā” bedeutet Papagei). 

Wenn man dem Forgotten World Highway immer weiter folgt, kommt man irgendwann durch die Gemeinde Whangamomona – oder um ganz genau zu sein durch die Republik Whangamomona. 1989 haben die Bewohner hier nämlich die Republik ausgerufen und wenn man möchte, kann man im Hotel sogar einen Pass kaufen.

Wir fuhren weiter und kamen zum Hobbit’s Hole.

Das „Hobbit Loch“ ist eigentlich der 180 m lange Moki Tunnel, der 1936 gebaut wurde.

Lake Taupo

Schlussendlich kamen wir am wunderschönen Lake Taupo an, wo wir kostenlos am Five Mile Beach die Nacht verbringen konnten.

Huka Falls

Am nächsten Morgen fuhren wir zu den Huka Falls, die echt beeindruckend sind. Pro Sekunden schießen hier mehr als 220.000 Liter Wasser den 11 m hohen Wasserfall herunter.

Huka Falls

Aratiatia Rapids

Aratiatia bedeutet “Treppe des Tia”. Oben am Rand der Aratiatia Rapids (“Stromschnellen) hält ein Damm das Wasser des Waikato Rivers zurück, der allerdings dreimal am Tag (bzw. im Sommer viermal) geöffnet wird. Es lohnt sich auf jeden Fall zu diesen Zeiten herzukommen; es ist schon echt spektakulär zu beobachten, wie schnell das Wasser runter kommt und die Schlucht füllt.

Damm
Bevor der Damm geöffnet wurde
Schlucht füllt sich, nachdem der Damm geöffnet wurde

Wir waren hier bereits bei unserem ersten Neuseeland Besuch, aber es ist echt cool sich das anzusehen. Neu für mich war, dass Teile der berühmten Hobbits-im-Fass Szene hier gedreht wurden. Ich wusste, dass sie an der Pelorus Bridge auf der Südinsel gedreht worden sind (wo wir letztes Jahr waren und leckeren Möhrenkuchen gegessen haben). Aber Peter Jackson hat auch Teile der Szene bei den Aratiatia Rapids gedreht. Sie nutzten das Wasser das nach Öffnen des Damms runter kommt und haben dann dort die Fässer ins Wasser geworfen – ohne Hobbits natürlich 🙂

Wai-O-Tapu: Thermal Wonderland

Wai-O-Tapu ist Māori für “heiliges Wasser” und ist Neuseelands farbenprächtigstes vulkanisches Gebiet im Süden von Rotorua. Die Taupō Volcanic Zone ist ein der aktivsten vulkanischen Gebiete der Welt!

Dass dies ein aktives geothermales Gebiet ist konnten wir nicht nur sehen, sondern auch riechen. Anfangs haut einen der Schwefel-Geruch, der so ein bisschen an verfaulte Eier erinnert, schon um. Nach einer Weile gewöhnt man sich allerdings dran.

Māhanga Rua

100 °C – also nix mit Zehen reinhalten 🙂
Oyster Pool

Kettensägen-Schnitzerei vom lokalen Kettensägen-Künstler Merv Richdale

Der größte Thermalpool in Neuseeland ist der Champagne Pool mit 65 m Durchmesser und einer Tiefe von 62 m.

Champagne Pool

Der Champagne Pool hat eine Oberflächentemparatur von 74°C (lädt also auch nicht zum Schwimmen ein) und bekam seinen Namen durch die Kohlensäureblasen, die an die Oberfläche steigen.

Der orangefarbene Rand sah echt unglaublich aus. Wie wir gelesen haben, enthält es die Mineralien Arsen und Antimon Schwefel enthält, die beide reich an Silber und Gold sind. Aber die umwerfendste Farbe war das Neongrün von Roto Kārikitea.

Roto Kārikitea

Campingplatz, Kultur, Lucy
Egmont Nationalpark
Ostküste von Neuseelands Nordinsel

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